VMET legt Angebot in zweiter Tarifrunde vor – Beschäftigung und Standorte sichern
Kaeser: „Wir brauchen eine zügige Einigung und strukturelle Kostensenkungen, um wettbewerbsfähig zu bleiben“
Der Verband der Metall- und Elektro-Industrie in Thüringen (VMET) hat in der zweiten Tarifverhandlung ein Angebot vorgelegt, um den Weg für eine zügige Einigung im laufenden Tarifkonflikt zu ebnen. Angesichts der anhaltenden Industriekrise setzt der Arbeitgeberverband auf moderate Entgeltsteigerungen, mehr betriebliche Flexibilität und langfristige Planungssicherheit. „Die Konjunktur- und Strukturkrise trifft unsere Unternehmen mit voller Wucht. Seit Jahren steht die Industrie unter enormen Druck. Hohe Arbeitskosten und international nicht mehr wettbewerbsfähige Standortbedingungen machen die Produktion in Deutschland für immer mehr Betriebe unrentabel. Unser Angebot trägt dieser schwierigen Lage Rechnung und soll den Weg für eine zügige Einigung öffnen. Unternehmen und Beschäftigte brauchen jetzt vor allem Sicherheit“, erklärt VMET-Verhandlungsführer Thomas Kaeser.
Das Arbeitgeberangebot sieht folgende Eckpunkte vor:
„Mit dem der Situation angemessen Angebot, tragen wir zur Reduzierung der Kosten und zur Sicherung der Arbeitsplätze bei. Der Beschäftigungsabbau in der Metall- und Elektroindustrie setzt sich unvermindert fort. Gleichzeitig hält die IG Metall an ihren überzogenen Forderungen fest und signalisiert Kampfbereitschaft. Das passt nicht zur dramatischen Lage unserer Industrie“, kritisiert Kaeser. Bereits heute fertigen zwei Drittel der M+E-Unternehmen ihre Aufträge ganz oder teilweise im Ausland – Tendenz steigend. Für Kaeser ist das ein deutliches Warnsignal: „Wenn wir verhindern wollen, dass noch mehr Arbeitsplätze verloren gehen und weitere Betriebe ihre Produktion verlagern oder Standorte schließen, müssen wir die strukturellen Kostenprobleme endlich angehen. Wettbewerbsfähige Kosten bieten wieder Chancen für Wachstum und Sicherung der Arbeitsplätze. Unser Angebot verbindet wirtschaftliche Vernunft mit dem Ziel, Beschäftigung zu sichern. Jetzt liegt es an der IG Metall, sich konstruktiv damit auseinanderzusetzen“, so der Verhandlungsführer.
Die Verhandlungen finden für 28.000 Beschäftigte der Thüringer Metall- und Elektroindustrie statt.
Weitere Informationen zur Tarifrunde 2026 finden Sie hier: https://vmet.de/themen/tarifpolitik/
Dr. Ute Zacharias
Verbandssprecherin
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